Olivenöl - Offizielle Gütekriterien


Die EU-Gesetzgebung unterscheidet zwischen verschiedenen Güteklassen von Olivenöl.

An vorderster Stelle steht „Natives Olivenöl Extra“, das einen maximalen Säureanteil von 0,8% haben und keinerlei Fehlgeschmäcker aufweisen darf. Das ist kein hoher Anspruch und daher leicht zu erfüllen. Weswegen es auch dazu kommt, dass so viele Ölivenöle bei Tests sehr schlecht abschneiden bis hin zum Attribut "ungenießbar", obwohl sie das 'Prädikat' "nativ extra" auf dem Etikett tragen. Das kommt von den allzu laxen Vorschriften, die einzig und allein der Großindustrie entgegen kommen.

Hier ein informativer Artikel von n-tv: Wie Olivenöl gepanscht wird

Seit langem plädieren daher Qualitätsverfechter des Olivenölsektors für eine Anpassung der Vermarktungsvorschriften. Denn es kann gar nicht sein, dass so viel angeblich erstklassiges Olivenöl auf dem Markt erscheint, wo doch der größte Anteil der weltgesamten Olivenölproduktion pures Lampant-, d.h. absolut minderwertiges Öl ist. Dieses sogenannte Lampantöl ist derart miserabel, dass der EU-Gesetzgeber vorschreibt, es müsse raffiniert, d.h. gereinigt (!) werden, bevor es dem menschlichen Verzehr zugeführt werden darf. So gereinigtes Öl darf dann nur noch als "Olivenöl" ohne sonstige Attribuierung etikettiert werden. Aber die Groß-Unternehmer haben ja Labors, wo sich alles machen lässt und wo Spezialisten aus jedem Mist ein natives Olivenöl extra "zaubern". Wohl bekomm's ...

Der in Italien lebende amerikanische Journalist und Autor Tom Mueller schrieb über diese Praktiken ein empfehlenswertes Buch mit dem Titel "Extra Vergine: Die erhabene und skandalöse Welt des Olivenöls".

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