Ne-vo Olivenöl - Ernte

Jedes Jahr wird in den Wintermonaten November bis Februar in allen Landschaften Griechenlands die Öloliven-Ernte "zelebriert", so auch in den Landschaften der Süd-Peloponnes.

Das Sammeln - το μάζεμα, wie es im Griechischen heißt - geschieht in Arbeitsteams von drei bis zu 10 Leuten. Ein Mann ist der "begnadete" Beschneider, denn das Olivenbaum-Beschneiden gilt als eine Kunst oder gar Wissenschaft. Gewusst wie, sägt er die meisten der tragenden Zweige und Äste vom Baum, teils per Motorsäge, teils per Handsäge oder handlichem Hackbeil.

Ertemaschine auf den Planen Das mit Oliven behangene Geäst landet schwer auf riesigen, rundum ausgelegten Planen oder Netzen und wird von den Helfern zum wechselnden Standpunkt einer rollbaren, motorbetriebenen Rüttelmaschine geschleppt. Der jeweilige Bediener hält das Geäst unter Kraftaufwand so in die Maschine, dass deren, auf zwei bis drei Walzen verteilte Gummifinger die Zweige durchkämmen und dabei sämtliche Oliven abtrennen. Der Großteil der Oliven sammelt sich direkt im seitlich anzuhängenden Jutesack, die, die danebenfliegen, landen rundum auf den Planen. Oliven an jenen Ästen, die der Beschneider aus bestimmten Gründen nicht abholzt, werden abgekämmt, soweit sie tief hängen, die in höheren Bereichen werden per langem Stock oder anderem Stielgerät abgerüttelt, auf die Planen herab.

Sobald etwa bis zu vier Bäume auf diese Weise abgeerntet sind, werden die Oliven, durch Hochziehen der Planen an den Seiten und Ecken, in der Planenmitte gehäuft, grob per Rechen und danach per Hand vom reichlich untermischten Kleingeäst befreit und endlich geschickt in Säcke geschoben.

Weiter geht's mit den frei gewordenen Planen zu der nächsten Baumgruppe. Der Beschneider darf nicht warten müssen, sondern oberstes Gebot ist, dass stets mindestens ein Baum fertig unterlegt ist, während unter den bereits beschnittenen Bäumen noch gesammelt wird.

Zu guter Letzt werden die fertig gefüllten Säcke verladen und in die Ölmühle abtransportiert.